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	<title>Chemiewiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-17T17:54:14Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32434</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
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		<updated>2020-06-24T12:20:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Experiment Temperaturabhängigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist.Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. Das ist komplexer jedoch versteht man den Zusammenhang viel besser. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Beispielsweise könnte man die Beeinflussung mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]]) begründen oder mit der [[Kinetik]] begründen. Egal welche Methode man wählt beide bauen auf das Vorwissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man auch zweigleisig Vorgegangen werden. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtigen Erklärungen sind komplexer als Le Châteliers Prinzip, sind jedoch von grosser Bedeutung, wenn die Ursachen der Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts im Zentrum stehen  &lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le Châtelier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachen für die Verschiebung sind bei Konzentration, Druck und Temperatur immer ein wenig verschieden und wird in den Unterkapitel erläutert. Kurz gesagt reagieren mehr oder weniger Teilchen in eine Richtung durch die verschiedenen Beeinflussungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG bei der Reaktion A + B ⇌ C:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image: Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG‎]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 1 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 Mol erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 16 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[&amp;#039;&amp;#039;Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit&amp;#039;&amp;#039;]] im Unterthema [[Konzentration]] unter anderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Gibbs-Helmholtz-Gleichung: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔG = ΔH - T * ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;	&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das GW ist abhängig von der Temperatur, weil sie mit der Entropie (ΔS) multipliziert wird. In diesem Fall ist ΔS ungünstig bei der Hinreaktion (also ΔS &amp;gt; 0), wenn jetzt der ungünstige Wert bei hoher Temperatur mit einer hohen Zahl multipliziert wird, wächst der Einfluss von ΔS auf die Reaktion und sie wird weniger freiwillig, damit ist es unwahrscheinlicher, dass die zwei Edukte zum Produkt reagieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32433</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
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		<updated>2020-06-24T12:02:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Konzentration */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist.Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. Das ist komplexer jedoch versteht man den Zusammenhang viel besser. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Beispielsweise könnte man die Beeinflussung mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]]) begründen oder mit der [[Kinetik]] begründen. Egal welche Methode man wählt beide bauen auf das Vorwissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man auch zweigleisig Vorgegangen werden. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtigen Erklärungen sind komplexer als Le Châteliers Prinzip, sind jedoch von grosser Bedeutung, wenn die Ursachen der Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts im Zentrum stehen  &lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le Châtelier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachen für die Verschiebung sind bei Konzentration, Druck und Temperatur immer ein wenig verschieden und wird in den Unterkapitel erläutert. Kurz gesagt reagieren mehr oder weniger Teilchen in eine Richtung durch die verschiedenen Beeinflussungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG bei der Reaktion A + B ⇌ C:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image: Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG‎]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 1 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 Mol erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 16 Mol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[&amp;#039;&amp;#039;Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit&amp;#039;&amp;#039;]] im Unterthema [[Konzentration]] unter anderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Datei:Massenwirkungsgesetz_(Chemiewiki).PNG&amp;diff=32432</id>
		<title>Datei:Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Datei:Massenwirkungsgesetz_(Chemiewiki).PNG&amp;diff=32432"/>
		<updated>2020-06-24T11:59:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: IanSchmitter lud eine neue Version von Datei:Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32431</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32431"/>
		<updated>2020-06-24T11:55:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Konzentration */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist.Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. Das ist komplexer jedoch versteht man den Zusammenhang viel besser. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Beispielsweise könnte man die Beeinflussung mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]]) begründen oder mit der [[Kinetik]] begründen. Egal welche Methode man wählt beide bauen auf das Vorwissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man auch zweigleisig Vorgegangen werden. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtigen Erklärungen sind komplexer als Le Châteliers Prinzip, sind jedoch von grosser Bedeutung, wenn die Ursachen der Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts im Zentrum stehen  &lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le Châtelier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachen für die Verschiebung sind bei Konzentration, Druck und Temperatur immer ein wenig verschieden und wird in den Unterkapitel erläutert. Kurz gesagt reagieren mehr oder weniger Teilchen in eine Richtung durch die verschiedenen Beeinflussungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG bei der Reaktion A + B ⇌ C:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image: Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG‎]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 1 Mol&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 Mol erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 8 Mol&lt;br /&gt;
K = 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
[A]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
[B]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 2 Mol&lt;br /&gt;
[C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; = 16 Mol&lt;br /&gt;
K = 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[&amp;#039;&amp;#039;Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit&amp;#039;&amp;#039;]] im Unterthema [[Konzentration]] unter anderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
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		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Datei:Massenwirkungsgesetz_(Chemiewiki).PNG&amp;diff=32430</id>
		<title>Datei:Massenwirkungsgesetz (Chemiewiki).PNG</title>
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		<updated>2020-06-24T11:53:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
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		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32429</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32429"/>
		<updated>2020-06-24T11:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Einleitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist.Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. Das ist komplexer jedoch versteht man den Zusammenhang viel besser. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Beispielsweise könnte man die Beeinflussung mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]]) begründen oder mit der [[Kinetik]] begründen. Egal welche Methode man wählt beide bauen auf das Vorwissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man auch zweigleisig Vorgegangen werden. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtigen Erklärungen sind komplexer als Le Châteliers Prinzip, sind jedoch von grosser Bedeutung, wenn die Ursachen der Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts im Zentrum stehen  &lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le Châtelier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachen für die Verschiebung sind bei Konzentration, Druck und Temperatur immer ein wenig verschieden und wird in den Unterkapitel erläutert. Kurz gesagt reagieren mehr oder weniger Teilchen in eine Richtung durch die verschiedenen Beeinflussungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32428</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32428"/>
		<updated>2020-06-24T11:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: Einleitung umgestaltet&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist.Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. Das ist komplexer jedoch versteht man den Zusammenhang viel besser. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Beispielsweise könnte man die Beeinflussung mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]]) begründen oder mit der [[Kinetik]] begründen. Egal welche Methode man wählt beide bauen auf das Vorwissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man auch zweigleisig Vorgegangen werden. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtigen Erklärungen sind komplexer als Le Châteliers Prinzip, sind jedoch von grosser Bedeutung, wenn die Ursachen der Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts im Zentrum stehen  &lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32344</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32344"/>
		<updated>2020-06-15T16:01:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Katastrophe */  links mit rechts vertauscht&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Simple Club==&lt;br /&gt;
(Link:https://www.youtube.com/watch?v=K5B5_rxli28 Simple Club Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Video wird zuerst das Prinzip von le Chatelier vorgestellt. Danach werden die drei Einflussfaktoren, welche zur beabsichtigten Änderung der Menge der Produkte oder Edukte führen, einzeln erklärt und mit Beispielen präzise aufgeführt. Der erste Einflussfaktor, von welchem die Rede ist, ist der Druck.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Druck: Im Video wird dies nicht erwähnt, jedoch haben wir im Unterricht gelernt, dass Gasteilchen einstig und allein für den Druck verantwortlich sind, da sie das größte Volumen aufweisen.&lt;br /&gt;
*Im Beispiel der Ammoniaksynthese im Video wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Gasteilchen während der Reaktion ändert. Der Aggregatzustand ändert sich nicht, da die Edukte, sowie auch die Produkte gasförmig bleiben. Die Edukte weisen jedoch mehr Gasteilchen auf als schließlich das Produkt. Dies führt zu einer ungünstigen Entropie, was aber im Video nicht erwähnt wird.&lt;br /&gt;
: Außerdem wissen wir, dass Gasteilchen ein großes Volumen aufweisen und somit wissen wir auch, dass die Seite mit mehr Gasteilchen weniger Platz hat und so der Druck zwischen den Teilchen in diesem Beispiel auf der Seite der Edukte grösser als auf der Seite der Produkte.&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* Um den Druck wieder auszugleichen, wird der Druck erhöht und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich auf die Seite mit den wenigen Gasteilchen, um den „Stress“ zu vermeiden.&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
* Im Video wird oftmals der Begriff „Stress“ verwendet. Im Unterricht haben wir aber nur über die Begriffe „Zwang“ und „Flucht“ gesprochen. Mit „Stress“ ist jedoch nichts Anderes gemeint, als dass das Gleichgewicht dem „Stress“ entgehen will und somit die „Flucht“ ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt wird der zweite Einflussfaktor „Temperatur“ thematisiert. Hierbei werden die Begriffe exotherm und endotherm nochmals hervorgerufen. Danach wird mithilfe eines Beispiels der Einfluss von Temperatur auf das chemische Gleichgewicht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird erwähnt, dass eine Temperaturerhöhung für die exotherme Reaktion zum Nachteil wird. Jedoch wird nicht genau verdeutlicht wieso dies so sei.&lt;br /&gt;
:Uns ist aber aus dem Video bekannt, dass exotherme Reaktionen Wärme freigeben. Somit wollen exotherme Reaktionen die überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben, wollen somit keine zusätzliche Energie, da sie mit dieser Wärme nicht viel anfangen können.&lt;br /&gt;
* Eine endotherme Reaktion dagegen, nimmt Wärme aus der Umgebung auf, weswegen ihr eine Temperaturerhöhung zugunsten kommt.&lt;br /&gt;
: Temperaturerhöhung: Endotherme Reaktion wird gefördert und das chemische Gleichgewicht verschiebt sich nach links, um dem Stress, welcher sich auf der Seite der exothermen Reaktion befindet, zu entgehen.&lt;br /&gt;
: Temperaturerniedrigung: Exotherme Reaktion wird gefördert und chemisches Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts, um dem Stress auf der Seite der endothermen Reaktion zu entgehen.&lt;br /&gt;
* Achtung! Im Video werden die Begriffe Entropie und Enthalpie weggelassen, welche jedoch im Zusammenhang mit der Temperaturänderung im Unterricht besprochen wurden und in Zusammenhang mit exotherm und endotherm nützlich wären.&lt;br /&gt;
: Wir wissen beispielsweise, dass die Enthalpie, kleiner als 0, günstig ist und zu einer exothermen Reaktion führt und eine ungünstige Enthalpie zu einer endothermen Reaktion führt. Die Auswirkung der Entropie wird auch weggelassen. Z.B, dass bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur günstigen Entropie neigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Abschnitt wird noch der dritte Einflussfaktor, die Konzentration, erklärt. Außerdem wird nochmals das Massenwirkungsgesetz hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Video wird mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes gezeigt, dass die Erhöhung der Konzentration eines Eduktes automatisch zur Erhöhung der Konzentration eines Produktes führt, da die Gleichgewichtskonstante immer konstant bleibt. So entsteht mehr Produkt.&lt;br /&gt;
* Die Senkung der Konzentration vom Produkt bewirkt somit auch automatisch die Senkung der Konzentration der Edukte. Dies aus demselben Grund wie vorher.&lt;br /&gt;
* Was im Video fehlt, aber noch anzufügen ist, ist, dass bei der Erhöhung der Konzentration eines Eduktes somit eine erfolgreiche Zusammenstossmöglichkeit der Teilchen erhöht wird, was wiederrum zur Erhöhung der Konzentration des Produktes führt. Somit kann man die obenstehenden Aussagen nachvollziehen und verstehen, weswegen sich die Formel de Gleichgewichtskonstante anpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32299</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
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		<updated>2020-06-14T10:19:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts). Wenn man noch einmal einen Blick auf das Massenwirkungsgesetz wirft, so stellt man fest, dass sich K in diesem Falle verändert. Bei höherem Druck auf Gase wird auch K erhöht, d. h. es die Menge der Edukte oder Produkt, je nach dem wo mehr gasförmige Teilchen vorhanden sind, steigt bzw. sinkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32297</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32297"/>
		<updated>2020-06-12T14:37:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein schnelles und richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32296</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32296"/>
		<updated>2020-06-12T14:36:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basiert auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32200</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32200"/>
		<updated>2020-05-30T09:46:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen der beiden korrekten Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32199</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32199"/>
		<updated>2020-05-30T09:45:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Konzentration */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine Erklärung richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen richtigen Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1]×[2]=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]/[1+1]×[2]=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2, d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[16]/[1+1]×[2]=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32198</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32198"/>
		<updated>2020-05-30T09:43:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine Erklärung richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen richtigen Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1]  ×[2])=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1+1]  ×[2])=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2 d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([16] )/([1+1]  ×[2])=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; [[image:Erosion von Zahnschmelz.png|thumb|right|Erosion von Zahnschmelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32197</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32197"/>
		<updated>2020-05-30T09:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Konzentration */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine Erklärung richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen richtigen Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1]  ×[2])=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1+1]  ×[2])=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2 d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([16] )/([1+1]  ×[2])=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an, da sie eine Konstante ist. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Datei:Beispiel.jpg]]&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32196</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
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		<updated>2020-05-30T09:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: /* Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine Erklärung richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen richtigen Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image:Kcab.JPG‎|Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1]  ×[2])=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([8] )/([1+1]  ×[2])=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2 d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([16] )/([1+1]  ×[2])=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Datei:Beispiel.jpg]]&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Datei:Erosion_von_Zahnschmelz.png&amp;diff=32195</id>
		<title>Datei:Erosion von Zahnschmelz.png</title>
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		<updated>2020-05-30T09:31:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: Erosion von Zahnschmelz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Erosion von Zahnschmelz&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32194</id>
		<title>Die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts: Das Prinzip von Le Chatelier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rdeuber.ch/chemiewiki/index.php?title=Die_Beeinflussung_des_Chemischen_Gleichgewichts:_Das_Prinzip_von_Le_Chatelier&amp;diff=32194"/>
		<updated>2020-05-30T09:28:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IanSchmitter: Text verbessert, richtige Erklärung mit einem konkreten Zahlenbeispiel ergänzt, Erklärung Eisenthiocyanat  verbessert,&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beim Prinzip von Le Châtelier handelt es sich um ein sogenanntes heuristisches Prinzip, d. h. seine Theorie basieren auf Beobachtungen oder Erfahrungen, welche zu einem richtigen Ergebnis führen, die Erklärung dahinter stellt sich jedoch als Falsch heraus. Es gibt verschiedene Ansätze die Beeinflussung des Chemischen Gleichgewichts zu erklären. Le Châtelier geht von einer Flucht vor dem Zwang aus, was natürlich falsch ist. Besser wäre es mit dem MWG ([[Massenwirkungsgesetz]])  oder mit der [[Kinetik]] zu begründen, welche auf das Vorwissen aufbauen. So kann man zweigleisig Vorgehen. Das Prinzip von Le Châtelier ist zwar nicht korrekt, liefert aber ein richtiges Resultat. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, die Auswirkung vorherzusagen. Es liefert jedoch keine Erklärung richtig Erklärung für die Flucht, dafür sollte man zumindest einen richtigen Erklärungsansatz verstehen. Man kann dann auch komplett auf das Prinzip von Le Châtelier verzichten und nur noch mit dem MWG und der Kinetik begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Wird ein chemisches Gleichgewicht gestört, dann läuft diejenige Reaktion beschleunigt ab, die diese&lt;br /&gt;
Störung wieder rückgängig macht. Le Châtelier argumentiert mit einem Zwang als Grund für das Ausgleichen des Gleichgewichts, deswegen auch das „Prinzip vom kleinsten&lt;br /&gt;
Zwang“. Der „Zwang“, der dem Gleichgewicht durch die Störung auferlegt wird, wird durch die beschleunigte Reaktion kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prinzip==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein chemisches System im Gleichgewicht versucht, äusseren Zwängen auszuweichen : Flucht vor dem Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 3 &amp;quot;Zwänge&amp;quot;==&lt;br /&gt;
===Konzentration===&lt;br /&gt;
Nach Le Châtelier wird beim Zwang der Erniedrigung der Konzentration einer Seite des Gleichgewichts mit der Flucht zum Erniedrigen der Konzentration der anderen Seite das Gleichgewicht wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
A + B ⇌ C + D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Zugabe von A - Flucht: [A] wird kleiner / Gleichgewicht geht nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; anhand der Gleichgewichtskonstante K vom [[Die Beschreibung des Chemischen Gleichgewichts|Chemischen Gleichgewicht]] wonach sich die Hin-/Rückreaktionsgeschwindigkeit angleicht. Das Gleichgewicht verschiebt sich, bis das MWG (Massenwirkungsgesetz) wieder erfüllt ist. Hierzu ein konkretes Zahlenbeispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewichtskonstante &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel anhand von konkreten Zahlen:&lt;br /&gt;
([8] )/([1]  ×[2])=4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn nun z. B. [A] um +1 erhöht wird, so stimmt die Gleichung nicht mehr: &lt;br /&gt;
([8] )/([1+1]  ×[2])=2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K ist nicht mehr 4 sondern nur 2 d. h. [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; muss neu gefunden werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neues Gleichgewicht: &lt;br /&gt;
([16] )/([1+1]  ×[2])=4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K wieder korrekt und [C]&amp;lt;sub&amp;gt;GW&amp;lt;/sub&amp;gt; neu bei: 16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel gleicht sich der Gleichgewichtskonstante K an. Dies macht Sinn, wenn man überlegt, dass durch die erhöhte Konzentration von A es nun eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Teilchen einen erfolgreichen Zusammenstoss haben, wie es im Kapitel [[Die Beeinflussung der Reaktionsgeschwindigkeit]] im Unterthema [[Konzentration]] unteranderem beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anwendung Zahnschmelz====&lt;br /&gt;
Auflösen des Zahnschmelzs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ 5 Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3 PO&amp;lt;sup&amp;gt;3-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
links: Zahnschmelz - rechts: aufgelöster Zahnschmelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; entfernt werden (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird (Flucht). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; : Die Zähne werden von einem Bakterienrasen angegriffen. Diese Bakterien leben von z.B. Zucker und wandeln diesen Zucker in Säure um. Der Zucker wird also von den Bakterien in Säure umgewandelt und es entstehet eine H-Abgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker + Bakterien = Säure + H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen reagieren sehr spontan mit OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;+ OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; → H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser ist weiter nicht schlimm für unsere Zähne, aber die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen kommen von unserem aufgelösten Zahnschmelz. Somit sinkt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration auf der rechten Seite, was zur Folge hat, das vermehrt Reaktionen von links nach rechts ablaufen – das heisst, das Gleichgewicht geht nach rechts und der Zahnschmelz löst sich auf!&lt;br /&gt;
Säure ist also für unsere Zähne schlecht. Das Gleiche passiert auch, wenn Magensäure hoch kommt (Magensäure-Reflux). Der Zahnschmelz löst sich also auf, wenn man zu viel Zucker und Säure zu sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Süssgetränke=====&lt;br /&gt;
Orangensaft enthält Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die Konzentration von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Konzentration rechts wird erhöht. Somit wird die Rückreaktion zum Zahnschmelz schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich nach links. Jedoch ist Orangensaft sauer! Frischer Orangensaft ist diesbezüglich noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;
Was weniger bekannt ist, dass Coca Cola auch extrem sauer ist. Jedoch hat es eine „Schutzfunktion“, da Coca Cola Phosphorsäure enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; + 3H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ⇌ 3H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; + &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Datei:Beispiel.jpg]]&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass wenn die PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration erhöht wird, das Gleichgewicht nach links verschoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Durch die Phosphorsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Wasser entstehen also PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die dem Zahnschmelzauflösen entgegenwirken. Die Konzentration rechts wird erhöht und somit ist die Rückreaktion schneller und das Gleichgewicht verschiebt sich eher nach links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutz====&lt;br /&gt;
- Bakterien-Plaque entfernen durch Zähne putzen und Zahnseide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zucker und Säure vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- pH-neutrale Kaugummi (z.B. V6) [[image:Kaugummi.png|thumb|right|Wirkung von pH-neutralen Kaugummis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zahnpasta mit Fluor (F&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;) Das Fluor ersetzt die OH&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen, die sehr wasserlöslich sind. Fluor ist weniger wasserlöslich und die Säuren sind weniger schädlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck===&lt;br /&gt;
Gasförmige Teilchen brauchen bei normalen Bedingungen am meisten Platz und sind deshalb alleine für den Druck verantwortlich. Flüssige und feste Stoffe können vernachlässigt werden, da man sie fast nicht zusammendrücken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Druck kleiner, so muss nach Le Châtelier mit einem Druckausgleich das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Mit anderen Worten es werden die Aggregatzustände gewechselt. Meistens zu Gasen, da diese das grösste Volumen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; + B&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ C&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Erhöhung des Drucks - Flucht: Druckerniedrigung / Gleichgewicht verschiebt sich nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abhängig von der Volumenänderung. Wird wie im Beispiel der Druck erhöht, wird das Volumen verkleinert und somit steigt die Wahrscheinlichkeit für  mehr erfolgreiche Zusammenstösse. Das Gleichgewicht verschiebt sich also von den vielen gasförmigen Teilchen (links) zu denn wenigen gasförmigen Teilchen (rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Katastrophe====&lt;br /&gt;
[[image:LakeNyos.jpg|thumb|right|Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun]]&lt;br /&gt;
Am 21. August 1986 ereignete sich in Kamerun, genauer gesagt in der Region des Kratersees Lake Nyos eine verblüffende Katastrophe. Über Nacht starben viele Menschen und Tiere. Die Lage wurde demzufolge genau analysiert und heute hat man auch eine Erklärung, wie es zu diesem Unglück gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gab in dieser Nacht einen kühlen Wind vom Norden. Dieser kühlte die obersten Wasserschichten des Lake Nyos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Abkühlung der oberen Wasserschichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das kalte Wasser sinkt ab. (Es ist schwerer geworden durch die Abkühlung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Umwälzung der Wasserschichten, warmes Wasser geht hoch.  Das Tiefenwasser ist durch die vulkanische Aktivität mit CO2 gesättigt. Unten herrscht also eine Gleichgewicht von: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; +H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O  ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; (Kohlensäure)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das gesättigte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wasser, welches nach oben strömt, ist immer einem kleineren Druck ausgesetzt. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck nach oben abnimmt (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird, sodass der Druck wieder zunimmt (Flucht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lautet: Da es auf der linken Seite mehr gasförmige Teilchen hat, spielt der Druck auf der linken Seite die entscheidende Rolle. Das vorherige Gleichgewicht wird nun nach links verschoben, da das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gas weniger „zusammengedrückt“ wird und somit weniger mit H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Durch die Verschiebung des Gleichgewichtes nach links, entsteht immer mehr gasförmiges Kohlendioxid. Dieses steigt auf und gerät in die Luft. Und da es viel schwerer ist als die Bestandteile der Luft, ist das Kohlendioxid knapp über den Kraterrand gestiegen und dann in das Tal abgestiegen. Das war die Todesursache vieler Tiere und Menschen.&lt;br /&gt;
Heute ist dieser Problem beim Lake Nyos gelöst, indem man das Tiefenwasser kontinuierlich hinauf pumpt und die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Blasen immer aufsteigen können. Da der Druck im Innern des Rohres gering ist, bilden sich sehr einfach Blasen. Es entsteht eine natürliche, meterhohe Fontäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlittschuhlaufen====&lt;br /&gt;
H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;(l)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eis hat ein grösseres Volumen als Wasser. Le Châtelier besagt, dass wenn der Druck von der Kufe auf das Eis erhöht wird (Zwang), das Gleichgewicht nach rechts geht (Flucht). Dadurch schmilzt das Eis kurzfristig und die Reibung wird minimiert. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;richtige Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht wieder über den zusätzlichen Schritt mit dem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Temperatur===&lt;br /&gt;
Eine Änderung der Temperatur muss mit einer Temperaturänderung in die entgegengesetzte Richtung ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwang: Temperaturerhöhung - Flucht: Temperatursenkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Experiment Temperaturabhängigkeit====&lt;br /&gt;
Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; + 2SCN&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; → [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[image:Gleichgewicht.gif|thumb|right|Gleichgewichtverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Experiment&lt;br /&gt;
! [Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;(SCN)&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]&amp;lt;sub&amp;gt;(aq)&amp;lt;/sub&amp;gt; bei Zimmertemperatur&lt;br /&gt;
! Erwärmen&lt;br /&gt;
! Abkühlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rot&lt;br /&gt;
| hellrot&lt;br /&gt;
| dunkelrot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! Hinreaktion → &lt;br /&gt;
(sichtbar beim Experiment mit den Farben)&lt;br /&gt;
! Rückreaktion  ←&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| günstig (Anziehungskräfte rechts grösser)&lt;br /&gt;
| ungünstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ΔS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ungünstig (3 Teilchen zu 1 Teilchen)&lt;br /&gt;
| günstig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird heller, hellrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturzunahme→spontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→ spontanter (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;lt;Hinreaktions-v → Komplex bildet sich → &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;es wird dunkel, dunkelrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Temperaturabnahme→unspontan (ΔG=ΔH-T*ΔS)→ Rückreaktion-v&amp;gt;Hinreaktions-v → Komplex fällt auseinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss immer auf die Hin- und Rückreaktion geachtet werden. Es ist wichtig anzugeben, von was genau man spricht. Bei der Temperaturerhöhung geht das Gleichgewicht immer zur grösseren Entropie (von ungünstig zu günstig). Das Prinzip von Le Châtelier besagt, dass das Gleichgewicht immer zur ungünstigen Enthalpie verschoben wird. Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein, denn das sind immer Dilemmareaktionen und somit ist es unwichtig, ob man von der günstigen Entropie oder der ungünstigen Enthalpie spricht. Die korrekte Begründung liegt aber bei der Entropie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findet man ein anschauliches Video: https://www.dropbox.com/s/wnbzzldf773bboi/Gleichgewicht_Eisenthiocyanat.mpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendung====&lt;br /&gt;
[[image:Spektrum.jpg|thumb|right|Lichtspektrum einer Glühbirne]]&lt;br /&gt;
Bekannt ist, dass die Glühbirne einen Draht aus Wolfram enthält. Da Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, ist es gut für warme Glühbirnen geeignet. Trotz hohem Schmelzpunkt gibt es einzelne Wolfram-Atome, die gasförmig werden und an das kalte Glas gelangen. So wird also der Wolfram immer dünner und irgendwann reisst er und die Glühbirne ist kaputt. Eigentlich könnte man meinen, dass man dann einfach die Temperatur senken kann und dann vielleicht die Lampe weniger hell leuchten würde. Doch das sichtbare Spektrum beim Licht ist klein (400 – 700 Nanometer). Glühbirnen sind eigentlich kleine Heizkörper, die noch ein wenig Licht abgeben (5% Licht, 95% Wärme)&lt;br /&gt;
[[image:Lampe.jpg|thumb|right|Vergleich Glühbirne und Halogenlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halogenlampen sind meist kleiner und haben eine noch höhere Temperatur. Da fragt man sich, wie das möglich ist? Warum geht der Wolfram (W) nicht noch schneller kaputt?&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Mitte ist viel grösser als die Temperatur am Glas. (T&amp;lt;sub&amp;gt;innen&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;T&amp;lt;sub&amp;gt;Glas&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Vorteil der Halogenlampe ist, dass sie mit Iod gefüllt ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(s)&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ff&amp;quot;&amp;gt;W &amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;+ 3I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ⇌ WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei hohen Temperaturen: links (Entrophie gross)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgewicht bei tiefen Temperaturen: rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ablagerungsproblem kann dadurch vermindert werden. Wolfram verbindet sich bei hohen Temperaturen mit Iod. Der Schmelzpunkt WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; ist sehr hoch und es lagert sich nicht ab. Wird die Lampe nun ausgeschaltet, geht das gasförmige Wolfram, das noch vorhanden ist, in den soliden Zustand hinüber. Dadurch sinkt die gasförmige Konzentration und WI&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sub&amp;gt;(g)&amp;lt;/sub&amp;gt; spaltet sich wieder und wird wieder am Wolfram abgelagert. Trotz allem hält der Wolfram nicht ewig. Durch z.B. Temperaturschwankungen ist die Ablagerung nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparlampe funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip. Ihr Spektrum unterschiedet sich massiv von demjenigen der Glühbirne, bzw. Halogenlampe.&lt;br /&gt;
[[image:Sparlampe.png|thumb|right|Lichtspektrum einer Sparlampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- eigene Notizen aus dem Chemieunterricht 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- PPP von Herr Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilder:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wirkung von pH-neutralen Kaugummis: http://www.rundum-zahngesund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schematische Darstellung Lake Nyos, Kamerun: http://m.uni-koblenz-landau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Glühbirne: PPP von Roger Deuber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergleich Glühbirne und Halogenlampe: http://www.gewinde-norm.de/bilder/gluehbirne.gif &amp;amp; http://www.planet-schule.de/warum_chemie/halogen/themenseiten/t5/images_content/schemahalogenlampe.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lichtspektrum einer Sparlampe: http://www.narva-bel.de/de/Produkte/Energiesparlampen_1176.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IanSchmitter</name></author>
		
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